Fakt nach aktueller Planung ist.........

-dass Laufen ein Kreuzungsbahnhof werden soll. Bei dieser Planung wird im Bahnhofsbereich ein drittes Gleis benötigt.

-dass es zu einer Anhebung der Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h kommen wird.

-dass es zwischen Tüssling und Freilassing laut Planung zu einer Blockverdichtung kommen wird. 

-dass Planungstechnisch mit insgesamt 80 Zügen pro Tag gerechnet wird.

Also, alle 9 Minuten wird ein Zug tagsüber durch Kirchanschöring, Laufen, Surheim usw. fahren.

-dass ab 20 Uhr momentan 12 Züge pro Nacht vorgesehen sind.

Nach Kenntnis der IBV wird es sich hier zum Großteil um Güterzüge handeln. Schnellzüge würden sicherlich nicht in Laufen halten. Die Belastung durch Lärm wird in vielen Wohngebieten von Laufen immens hoch sein. Auch wenn das Motto der Bahn Der leisen Bahn gehört die Zukunft ist, hat das Ganze für die Stadt Laufen und die anderen Gemeinden einen sehr faden Beigeschmack.


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Sehr geehrte Besucher unserer Homepage, im Folgenden veröffentlichen wir hier einen kurzen Schriftwechsels (Anfrage und Antwort) mit dem DB Konzern.

Sehr geehrte Frau Seichter,

wir hatten uns ja am Rande der Veranstaltung mit Fr. Dr. Kofler MdB kurzunterhalten, gleichwohl will ich Ihnen auch noch schriftlich antworten. Meine Antworten habe ich kursiv unten eingesetzt. Bei vielen Fragen sind "wir als Bahn" leider nicht die richtigen Ansprechpartner.

Mit freundlichen Grüßen

Michael-Ernst Schmidt
Kommunikation Großprojekte (GNI3)

Deutsche Bahn AG Richelstraße 3, 80634 München



Sehr geehrte Damen und Herren,


erlauben Sie bitte, dass ich mich kurz vorstelle. Ich bin Vorsitzende der IBV-Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung in Laufen an der
Salzach e.V. Schwerpunkt   unserer   Initiative   ist   die   baldige  Realisierung  der Ortsumfahrung  Laufen.  Unter  anderem setzt sich unsere Initiative für die Verbesserung  des  öffentlichen  Personennahverkehrs  auf  der durch Laufen führenden Bahnstrecke, einem Teilstück der ABS 38, ein. Daher  war  ich  als  Zuhörer in der letzten Stadtratssitzung anwesend, als Vertreter  der  DB  AG  an  Hand  einer Präsentation Informationen über den derzeitigen    Planungsstand   gaben.   Obwohl   die   Informationen   sehr aufschlussreich  waren, blieben für mich noch einige Fragen offen, um deren Beantwortung ich Sie höflichst bitten möchte. Die  durch Laufen führende Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS38) wurde  nach  bisheriger Kenntnis für einen durchgehend zweigleisigen Ausbau beim  neuen Bundesverkehrswegeplan ergänzend angemeldet. Da bei uns vor Ort immer wieder von den Gegnern der im Planfeststellungsverfahren befindlichen Ortsumfahrung eine Bündelung von Straße und Schiene gefordert wird, stellen sich daher folgende Fragen:


1.) Warum wurde die Vorplanung der ABS 38 nur als Tagesordnungspunkt in der Stadtratssitzung  präsentiert,  anstatt  eine öffentlicher Bürgerversammlung einzuberufen ?

Die DB Netz AG hat am Beginn der Vorplanung in mehreren Veranstaltungen die Kommunalpolitik    sowie    Vertreter    von    lokalen    Verbänden    und Interessensvertretungen über den Beginn der Vorplanung informiert. Hierbei  erging  auch  das  Angebot  der  DB  Netz  AG auf Einladung in den einzelnen Kommunen Informationsveranstaltung durchzuführen. Die  Stadt  Laufen  hat  dieses Angebot angenommen und uns zur öffentlichen Stadtratssitzung   am   06.10.15   eingeladen,   um  über  den  derzeitigen Vorplanungsstand  zu informieren. Also: Nicht die DB, sondern die Stadt war hier einladend.

2.)  Könnte  aus  Sicht  der DB AG eine Bündelung von Schiene und Straße in absehbarer Zeit durchgeführt werden?

Kommt darauf an, was Sie unter dem Begriff "absehbar" verstehen? Festzustellen ist, dass die Verfahren in ihren jeweiligem Stadien zeitlich sehr weit auseinander liegen.Darüberhinaus wurde von verschiedenen Seiten die durchgängige Zweigleisigkeit von Tüßling bis Freilassing für den Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP 2015) angemeldet. Es ist derzeit noch offen,  in welcher Form und welchem Rang die ABS 38 - hier insbesondere der Abschnitt Tüßling - Freilassing - im neuen BVWP 2015 Berücksichtigung finden wird. Daher ist es aus Sicht der DB Netz AG nicht möglich, konkrete Aussagen zu einer Bündelung der Verkehrstrassen zu machen. Während das Planfeststellungsverfahren für die B20 bereits läuft, wäre eine konkrete zeitliche Aussage zur Genehmigungsplanung der Bahn-Ausbaustrecke reine Spekulation.

3.) Welche Gründe sprechen aus Sicht der DB AG derzeit gegen eine Bündelung von Straße und Schiene?

Insbesondere o.g. Gründe (2.)


4.)   Ist   bei   derzeitiger  Überzeichnung  des  Bundesverkehrswegeplanes überhaupt ein Realisierungszeitpunkt der ABS 38 im Bereich Laufen absehbar?

Die  Politik  stellt  mit dem Bundesverkehrswegeplan die verkehrspolitische Weichenstellung   und   schafft   mit  entsprechenden  Priorisierungen  und Ausbaugesetzen die Rahmenbedingungen für den Ausbau. Darum können wir diese Frage nicht beantworten.

5.)   Wird   für   die   ABS   38   der   Kostennutzenfaktor  für  einzelne Ausbauabschnitte, zum Beispiel Mühldorf - Freilassing errechnet ?

Die Systematik ist bei allen Bedarfsplan-Projekten des Bundes gleich, diese können sie u.a. auf der Homepage des BMVI nachvollziehen. http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan/bundesverkehrswegeplan_node.htm

6.)    Welche    Stellungnahme    hat    die    DB    AG    zum   laufenden Planfeststellungsentwurf der Ortsumfahrung Laufen abgegeben ?

Wie  bereits  erläutert,  führen  wir  hier  dieses  Verfahren nicht. Da es zugleich  auch  noch  nicht  abgeschlossen  ist,  muss die Anhörungsbehörde entscheiden, wie Sie mit der Veröffentlichung der jeweiligen Stellungnahmen und Einwendungen umgeht.

Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich im Voraus schon ganz herzlich und verbleibe in Erwartung Ihrer Antwort mit freundlichen Grüßen


gez. Michaela Seichter, 1.Vorsitzende der IBV

IBV - Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung in Laufen an der Salzach e.V.



Aktueller Planungsstand der ABS 38

Die ABS 38 befindet sich derzeit im Stadium der Vorplanung, d.h. aktuell werden mögliche Ausbauvarianten auf ihre technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit hin untersucht. Es werden Informationen, Expertisen und Meinungen eingeholt, die später als Grundlage für die weitere Planung dienen.

Die Planer der Bahn sprechen bereits in diesem Stadium mit Vertretern von Kommunen, Umweltschutzverbänden, Bürgerinitiativen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern, um auszuloten, welche Argumente aus deren Sicht für die eine oder andere mögliche Variante sprechen. Ziel der Vorplanung ist die Benennung einer Vorzugsvariante.

Die Entscheidung darüber, in welcher exakten Form letztendlich gebaut wird und – noch detaillierter – welche konkreten Maßnahmen an welcher Stelle umgesetzt werden, fällt erst im Rahmen der Entwurfs- bzw. Genehmigungsplanung. Die technische Vorplanung wird voraussichtlich im Herbst 2015 abgeschlossen werden. Quelle: www.abs38.de



 

6. 10. 2015 Präsentation des aktuellen Planungsstand der ABS 38  vor dem Stadtrat in Laufen

Bild unten anklicken und die Präsentation beginnt!



IBV-LESERBRIEF


vom 08.08.2015 veröffentlicht in der Südostbayerischen Rundschau sowie dem Freilassinger Anzeiger




IBV-LESERBRIEF


vom 05.08.2015


Beim Ausbau der ABS 38 heute schon an morgen denken!



Nach Ansicht der IBV-Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung in Laufen an der Salzach e.V. ist es unverständlich, wie sich unsere örtlichen Vertreter der SPD über einen zweigleisigen Ausbau der durch Laufen führenden Bahnstrecke freuen können und diesen noch mit unterstützen wollen.

Fakt ist nach aktueller Planung, dass Laufen ein Kreuzungsbahnhof werden soll. Bei dieser Planung wird im Bahnhofsbereich ein drittes Gleis benötigt. Es wird zu einer Anhebung der Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h kommen. Zwischen Tüssling und Freilassing kommt es laut Planung zu einer Blockverdichtung. Planungstechnisch wird mit insgesamt 80 Zügen pro Tag gerechnet. Das heißt, alle 9 Minuten wird ein Zug tagsüber durch Kirchanschöring, Laufen, Surheim usw. fahren. Ab 20 Uhr sind momentan 12 Züge pro Nacht vorgesehen. Nach Kenntnis der IBV wird es sich hier zum Großteil um Güterzüge handeln. Schnellzüge würden sicherlich nicht in Laufen halten. Die Belastung durch Lärm wird in vielen Wohngebieten von Laufen immens hoch sein. Auch wenn das Motto der Bahn Der leisen Bahn gehört die Zukunft ist, hat das Ganze für die Stadt Laufen und die anderen Gemeinden einen sehr faden Beigeschmack. Ob es nach Fertigstellung noch einen öffentlichen Personennahverkehr auf dieser Strecke geben wird, ist derzeit wohl mehr als fraglich. Eines der Hauptziele beim Streckenausbau ist hier im Rahmen der ABS 38 die verbesserte Anbindung für die Industrie an das Nachbarland Österreich und weiter. Die vielen Anliegergemeinden wie Kirchanschöring, Laufen, Surheim und auch Freilassing werden keine Vorteile vom Ausbau der Magistrale für Europa (ABS 38 )haben.

Natürlich können wir noch nicht sagen, wann dieser Ausbau realisiert werden wird. Jedoch sollten wir heute schon sehr wachsam sein und die Planungen genau hinterfragen. Abschließend möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass es sich beim Ausbau der Schiene sowie der Umsetzung der Ortsumfahrung um zwei unterschiedliche Projekte handelt. Zwei Projekte, welche nie zur gleichen Zeit verwirklicht werden können. Es sei denn, die Stadt Laufen möchte mit der Realisierung einer dringend notwendigen Ortsumfahrung eventuell noch Jahrzehnte warten! Denn das Projekt B 20 Ortsumfahrung Laufen befindet sich im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans!

Das Projekt Schiene mit einem zweigleisigen Ausbau auf der durch Laufen führenden Bahnstrecke ist beim neuen Bundesverkehrswegeplan dieses Jahr erst angemeldet worden. Ein Realisierungszeitpunkt beim Ausbau Bahn ist derzeit schwer absehbar!

Für Vorstand und Beirat der IBV

Michaela Seichter,1.Vorsitzende


Bilder mit Text zur Vergrößerung bitte anklicken!



 


17.04.2015 in der Südostbayerischen Rundschau